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Zähneputzen bei Babys: Was die Behörden sagen

Brossage des dents de bébé : collage de papiers découpés représentant une brosse à dents et une dent — Treelys®

Das Zähneputzen bei Babys beginnt, sobald der erste Zahn erscheint, zweimal täglich und mit fluoridhaltiger Zahnpasta. Dies ist die ständige Empfehlung der französischen Gesundheitsbehörden und überrascht noch immer viele Eltern, die fluoridhaltige Zahnpasta mit dem Schulalter in Verbindung bringen.

Dieser Artikel fasst die aktuell geltenden offiziellen Richtwerte zusammen: die Fluoriddosierung nach Alter, die Häufigkeit des Zähneputzens, die übernommene Präventionsmaßnahme sowie die verfügbaren Daten zur öffentlichen Gesundheit.

Ab welchem Alter sollte man mit dem Zähneputzen bei Babys beginnen?

Ab dem ersten Zahn, ohne abzuwarten. Der gerade durchgebrochene Zahn ist sofort dem Kariesrisiko ausgesetzt, und sein Zahnschmelz ist dünner als der eines bleibenden Zahns.

Der erste Zahn erscheint meist zwischen dem sechsten und zehnten Monat, doch der normale Zeitraum ist weit gefasst. Bei manchen Kindern kommt der erste Zahn bereits mit drei Monaten, bei anderen erst nach einem Jahr. Der Auslöser für das Zähneputzen ist der Zahndurchbruch, nicht ein bestimmtes Kalenderdatum.

Vor dem ersten Zahn

Zähneputzen ist nicht erforderlich. Es wird manchmal empfohlen, das Zahnfleisch mit einer feuchten Kompresse abzuwischen, um das Kind an den Vorgang zu gewöhnen; eine nachgewiesene Wirkung zur Kariesprävention hat dies jedoch nicht.

Welche fluoridhaltige Zahnpasta und in welcher Menge?

Die Französische Vereinigung für Mund- und Zahngesundheit veröffentlicht eine nach Alter und Kariesrisiko gegliederte Empfehlungstabelle, die im Mai 2020 aktualisiert wurde.

Für ein Kind mit geringem Kariesrisiko gelten folgende Richtwerte.

  • Von 0 bis 3 Jahren: Zahnpasta mit 1000 ppm Fluorid, in einer Menge entsprechend einem kleinen Hauch auf der Zahnbürste.
  • Von 3 bis 6 Jahren: Zahnpasta mit einer Dosierung von 1000 ppm, in einer Menge entsprechend der Größe einer Erbse.
  • Ab 6 Jahren: Zahnpasta mit einer Dosierung von 1000 bis 1450 ppm.

Bei einem Kind mit hohem Kariesrisiko, das von einem Zahnarzt festgestellt wurde, ändern sich die Richtwerte schneller. Die Menge entspricht bereits ab zwei Jahren der Größe einer Erbse, und die Dosierung beträgt ab drei Jahren 1450 ppm.

Zwei technische Details, die die Wirksamkeit verändern

Die erste betrifft die Zahnbürste. Die UFSBD stellt klar, dass fluoridhaltige Zahnpasta auf eine trockene Zahnbürste aufgetragen werden sollte. Wenn die Zahnbürste angefeuchtet wird, verdünnt sich der Wirkstoff noch vor dem Kontakt mit dem Zahn.

Der zweite Punkt betrifft die Dauer. Empfohlen werden zweimal täglich jeweils zwei Minuten Zähneputzen. Bei einem Kleinkind sind diese zwei Minuten ein Ziel, keine Voraussetzung. Kurzes und regelmäßiges Zähneputzen ist besser als langes und konfliktreiches.

Wer putzt die Zähne und bis zu welchem Alter?

Der Erwachsene übernimmt das Zähneputzen vollständig, bis das Kind den Bewegungsablauf beherrscht. Die für effektives Zähneputzen erforderliche Feinmotorik ist vor dem sechsten bis achten Lebensjahr noch nicht ausgereift.

Der Übergang erfolgt schrittweise. Zunächst putzt das Kind selbst, um sich den Bewegungsablauf anzueignen, anschließend putzt ein Erwachsener hinterher gründlich nach. Dieses zweistufige Vorgehen ist zwischen dem zweiten und sechsten Lebensjahr am realistischsten.

Das Zähneputzen lässt sich leichter etablieren, wenn es in eine feste Abendroutine eingebettet ist. Derselbe Mechanismus wird in unserem Artikel über Routinen, Rituale und emotionale Sicherheit beschrieben. Das Baderitual dient oft als Orientierungspunkt: Unsere Empfehlungen für diesen Moment werden in unserem umfassenden Leitfaden zum Baden von Babys ausführlich erklärt.

Die oft unterschätzte Rolle von Zucker

Karies wird nicht durch die verzehrte Zuckermenge verursacht, sondern durch die Häufigkeit des Kontakts. Jede Zuckeraufnahme löst eine Säurephase aus, in der der Zahnschmelz demineralisiert wird.

Zwei Situationen fallen bei Kleinkindern besonders ins Gewicht. Eine zum Einschlafen gegebene Flasche, die etwas anderes als Wasser enthält, setzt die Zähne die ganze Nacht über aus. Über den Tag verteiltes Naschen von Süßem vervielfacht die Säurephasen.

Diese Orientierungspunkte stimmen mit denen der Beikosteinführung überein, die wir in unserem Artikel über die Beikosteinführung gemäß ANSES behandelt haben. Die Frage nach dem süßen Geschmack wird hingegen in unserem Artikel über den Geschmack und Geruchssinn von Babys behandelt.

M’T dents: Eine zahnmedizinische Untersuchung ab 3 Jahren auf Kosten der Krankenkasse

L’Assurance Maladie bietet Kindern und Jugendlichen im Alter von 3 bis 24 Jahren das Programm M’T dents an. Es umfasst eine zahnmedizinische Untersuchung und die anschließenden Behandlungen, ohne dass Kosten vorgestreckt werden müssen.

Das Programm findet inzwischen jährlich unter dem Namen «M'T dents tous les ans» statt. Die Einladungen werden jedes Jahr am Geburtstag des Kindes per E-Mail sowie im Alter von 3, 6, 12 und 18 Jahren per Post versandt. Die Untersuchung wird zu 60 % von der gesetzlichen Krankenversicherung und zu 40 % von der Zusatzversicherung übernommen, beziehungsweise zu 100 %, wenn keine Zusatzversicherung besteht.

Warum mit 3 Jahren und nicht später?

Denn Karies an einem Milchzahn ist weder harmlos noch folgenlos. Sie kann Schmerzen verursachen, die Nahrungsaufnahme beeinträchtigen und den Platz für den nachfolgenden bleibenden Zahn gefährden. Eine frühzeitige Erkennung verhindert umfangreiche Behandlungen bei einem sehr kleinen Kind.

Was sagen die offiziellen Zahlen?

Die von der französischen Krankenversicherung im Dezember 2022 veröffentlichten Daten zeigen einen deutlichen sozialen Unterschied. Bei sechsjährigen Schülerinnen und Schülern liegt die Kariesrate in Gebieten mit besonderem Förderbedarf bei 48 %, außerhalb dieser Gebiete dagegen bei 33 %.

Der am 18. November 2022 veröffentlichte Bericht der Weltgesundheitsorganisation vermittelt eine Größenordnung für die weltweite Situation. Etwa 45 % der Weltbevölkerung, also 3,5 Milliarden Menschen, sind von einer Erkrankung der Mundhöhle und der Zähne betroffen. Unbehandelte Karies ist die am weitesten verbreitete Erkrankung; etwa 2,5 Milliarden Menschen sind davon betroffen.

Diese Größenordnungen verdeutlichen die Bedeutung des Problems. Karies ist weltweit nach wie vor die häufigste chronische Erkrankung, obwohl sie weitgehend vermeidbar ist.

Die häufigsten Fehler

  • Mit der Einführung fluoridhaltiger Zahnpasta bis zum Schuleintritt warten, obwohl die Empfehlung bereits für den ersten Zahn gilt.
  • Eine fluoridfreie Zahnpasta wählen, um auf Nummer sicher zu gehen, und dem Kind damit den wichtigsten nachgewiesenen Wirkstoff zur Vorbeugung vorenthalten.
  • Die Zahnbürste anfeuchten, bevor die Zahnpasta aufgetragen wird.
  • Nach dem Zähneputzen gründlich ausspülen, wodurch das an der Oberfläche verbliebene Fluorid entfernt wird. Ausspucken genügt.
  • Eine Zahnbürste zwischen Kindern teilen oder sie in einem geschlossenen und feuchten Behälter aufbewahren.

Was diesen letzten Punkt betrifft, sollte die Zahnbürste etwa alle drei Monate und sofort nach einer Infektion ausgewechselt werden.

Fluorid und Supplementierung: nicht verwechseln

Das Fluorid in der Zahnpasta wirkt lokal, indem es mit dem Zahnschmelz in Kontakt kommt. Diese lokale Wirkung wird bei Kleinkindern als erste Maßnahme empfohlen.

Eine medikamentöse Fluoridsupplementierung zur Einnahme wird individuell nach einer Beurteilung des Kariesrisikos und der bereits vorhandenen Fluoridquellen verschrieben. Sie sollte nicht eigenmächtig begonnen werden – aus demselben Grund wie jede Supplementierung bei Säuglingen. Dieses Prinzip haben wir am Beispiel von Vitamin D und dem von der ANSES gemeldeten Risiko einer Überdosierung veranschaulicht.

Häufig gestellte Fragen von Eltern

Muss man Milchzähne putzen, obwohl sie ausfallen werden?

Ja. Milchzähne dienen zum Kauen und Sprechen und weisen den bleibenden Zähnen den Weg. Frühkindliche Karies kann langfristige Folgen haben.

Mein Kind weigert sich, die Zähne zu putzen – was soll ich tun?

Den Druck verringern und die Regelmäßigkeit beibehalten. Die Position wechseln, das Kind seine eigene Zahnbürste halten lassen und in zwei sehr kurzen Etappen putzen. Der tägliche Konflikt schadet mehr als ein paar ausgelassene Sekunden beim Zähneputzen.

Ist verschluckte Zahnpasta gefährlich?

Die empfohlenen Mengen für Kinder unter drei Jahren sind genau bemessen, um das in diesem Alter unvermeidliche Verschlucken zu berücksichtigen. Entscheidend für eine sichere Anwendung ist, eine Spur Zahnpasta zu verwenden und nicht die Menge einer Erbse.

In welchem Alter sollte der erste Zahnarzttermin stattfinden?

Das öffentliche Programm beginnt mit 3 Jahren. Ein früherer Termin ist bei Unsicherheit, einem Fleck auf einem Zahn oder familiärer Vorbelastung durch zahlreiche Kariesfälle weiterhin möglich und sinnvoll.

Das Wichtigste auf einen Blick

Das Zähneputzen bei Babys beginnt mit dem ersten Zahn, zweimal täglich, mit einer Spur fluoridhaltiger Zahnpasta mit 1000 ppm bis zum Alter von drei Jahren. Ein Erwachsener putzt die Zähne, bis das Kind dazu in der Lage ist, etwa im Alter von sechs bis acht Jahren. Die erste von der Krankenkasse übernommene Untersuchung findet mit 3 Jahren statt und kann inzwischen jährlich wiederholt werden.

Weitere praktische Fragen zur Hygiene von Kleinkindern haben wir auf unserer Seite mit häufig gestellten Fragen zusammengestellt.

Quellen

  • Union française pour la santé bucco-dentaire (UFSBD), Merkblatt „Fluoridhaltige Zahnpasta“, Empfehlungen zur Fluoridanwendung, aktualisiert im Mai 2020.
  • Assurance Maladie (ameli.fr), „M'T dents tous les ans!“: jährliche zahnmedizinische Untersuchung für 3- bis 24-Jährige, Seite aktualisiert am 19. Januar 2026.
  • Assurance Maladie, Pressemitteilung „Die Mund- und Zahngesundheit unserer Kinder: eine Herausforderung für die öffentliche Gesundheit“, 9. Dezember 2022.
  • Weltgesundheitsorganisation, „Global oral health status report“, Pressemitteilung vom 18. November 2022.
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