Der Tastsinn ist einer der ersten Sinne, der sich beim Fötus bereits in den ersten Schwangerschaftswochen entwickelt. Bei der Geburt spielt er eine zentrale Rolle dabei, wie das Baby seine Umgebung entdeckt.
Ein Sinn, der bei der Geburt bereits aktiv ist
Im Gegensatz zum Sehsinn, der in den ersten Wochen noch verschwommen ist, ist der Tastsinn von Geburt an voll funktionsfähig. Neugeborene nehmen Wärme, Textur, Druck und Schmerz mit einer feinen Sensibilität wahr, insbesondere an Händen, Mund und Gesicht.
Der Haut-zu-Haut-Kontakt, der ab den ersten Lebensminuten empfohlen wird, basiert direkt auf dieser frühzeitigen taktilen Sensibilität.
Die Rolle der Hände bei der Erkundung
Im Alter von 3 bis 4 Monaten beginnt das Baby, Gegenstände bewusst zum Mund zu führen, eine vorwiegend taktile Erkundungsgeste. Diese orale Phase ergänzt die manuelle Erkundung und trägt zum Aufbau sensorischer Orientierungspunkte bei.
Den Tastsinn im Alltag anregen
Das Anbieten verschiedener Oberflächen und Materialien hilft dem Baby, seine taktile Unterscheidungsfähigkeit zu verfeinern. Eine wendbare Spielmatte mit zwei Seiten mit unterschiedlichen Reliefs ermöglicht es, die Empfindungen abzuwechseln, ohne die Anzahl der Gegenstände zu erhöhen.
Abwechslung ohne Überstimulation
Es ist nicht notwendig, die Reize zu vervielfachen. Wenige gut ausgewählte Materialien, die regelmäßig angeboten werden, genügen, um diese sensorische Erkundung zu fördern, ohne das Kind zu überfordern.
Berührung und emotionale Sicherheit
Berührung bleibt auch ein Vektor der Bindung: Das Tragen, Massieren oder einfach nur das Auflegen einer Hand auf das Baby trägt zu seiner emotionalen Sicherheit bei, ein Thema, das in unserem Artikel über die kognitive Entwicklung ausführlicher behandelt wird.
Um weitere Anregungen zur sensorischen Entwicklung zu entdecken, lesen Sie unseren Artikel über die Anregung durch Wasser oder unseren Leitfaden zur Nutzung der Spielmatte nach Alter. Bei Fragen kontaktieren Sie uns.