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Données officielles

Säuglingsekzem: Was die Zahlen sagen

Textiles de coton en camaïeu beige, illustrant l'eczéma du nourrisson et le choix des matières — Treelys®

Der Säuglingsekzem, auch atopische Dermatitis genannt, betrifft laut der französischen Krankenversicherung 10 bis 20 % der Kinder, gegenüber etwa 5 % der Erwachsenen. Meist beginnt es bereits im Alter von drei Monaten und verschwindet in etwa 70 % der Fälle vor der Pubertät. Diese drei Zahlen genügen, um die Erkrankung einzuordnen: Sie ist häufig, tritt früh auf und ist meist vorübergehend. Hier erfahren Sie, was die öffentlich verfügbaren Daten aussagen – und was nicht.

Wie viele Kinder sind betroffen?

Die französische Krankenversicherung geht von 10 bis 20 % der Kinder und etwa 5 % der Erwachsenen aus. Die im März 2025 veröffentlichten französischen Empfehlungen nennen dieselbe Größenordnung. Ihre Autoren, die Groupe de Recherche sur l'Eczéma Atopique und das Centre de Preuves en Dermatologie, nennen 10 bis 20 % der Kinder in Europa und 4 bis 5 % der Erwachsenen in Frankreich.

Die von Inserm zitierten internationalen ISAAC-Studien liefern nach Altersgruppen differenziertere Werte: 8 bis 9 % bei Kindern im Alter von 6 bis 7 Jahren und etwa 10 % bei 13- bis 14-Jährigen. In Europa sind die Unterschiede zwischen den Ländern erheblich: 7 bis 28 % bei Befragungen, 6 bis 16 %, wenn die Erhebung auf einer ärztlichen Untersuchung beruht.

Dieser Unterschied zwischen Befragung und klinischer Untersuchung erklärt die große Spannbreite der veröffentlichten Werte. Eine breite Spanne ist kein Zeichen von Ungenauigkeit, sondern spiegelt unterschiedliche Erhebungsmethoden wider.

In welchem Alter tritt das Säuglingsekzem auf?

Meist bereits ab dem dritten Monat, so die französische Krankenversicherung. Auch Inserm datiert den Beginn „ab 3 Monaten“. Es handelt sich daher um eine Erkrankung der ersten Lebensmonate und unterscheidet sich damit von den meisten Hauterkrankungen bei Kindern.

Vor diesem Alter treten bei Neugeborenen häufig andere gutartige Hauterscheinungen auf, die keinen Zusammenhang damit haben. Nur eine Untersuchung ermöglicht eine sichere Unterscheidung. Das ist einer der Gründe, warum eine Selbstdiagnose anhand von Online-Fotos häufig zu Fehlern führt.

Wo treten die Hautveränderungen auf?

Bei Säuglingen unter einem Jahr überwiegen sie an den gewölbten Gesichtsbereichen: Stirn, Kinn und Wangen. Auch die Außenseiten der Gliedmaßen sind häufig betroffen. Die französische Krankenversicherung weist darauf hin, dass die Falten hinter und unter den Ohrmuscheln oft nässen und rissig sind.

Diese Verteilung verändert sich mit dem Alter. Bei älteren Kindern verlagern sich die Hautveränderungen in die Beugen: Ellenbogen, Knie und Hals. Diese Veränderung ist eines der Merkmale, die bei der Diagnose helfen.

Verschwindet das Säuglingsekzem wieder?

In der Mehrzahl der Fälle ja. Die französische Krankenversicherung gibt an, dass es in etwa 70 % der Fälle vor der Pubertät verschwindet. Inserm zufolge tritt bei 50 % der Kinder vor dem fünften Lebensjahr eine spontane Heilung ein; bei 10 bis 15 % bleibt die Erkrankung bis ins Erwachsenenalter bestehen.

Diese drei Zahlen widersprechen sich nicht: Sie beziehen sich auf unterschiedliche Zeitpunkte – fünf Jahre, Pubertät und Erwachsenenalter. Sie stimmen in einem Punkt überein, der für Eltern am wichtigsten ist: Die Erkrankung verläuft in Schüben und wird mit zunehmendem Alter meist schwächer.

Was über die Ursachen bekannt ist

Eine geschwächte Hautbarriere

Inserm nennt Veränderungen im Gen, das für Filaggrin codiert, ein Protein, das am Zusammenhalt der obersten Hautschicht beteiligt ist. Wenn diese Barriere nicht richtig funktioniert, verdunstet Wasser schneller und äußere Substanzen können leichter eindringen. Die Haut wird trocken und anschließend empfindlich.

Eine starke familiäre Komponente

Laut Inserm hat ein Anteil von 50 bis 70 % der Betroffenen ebenfalls ein erstgradig verwandtes Familienmitglied mit der Erkrankung. Sind beide Eltern betroffen, liegt das Risiko des Kindes, ein Ekzem zu entwickeln, bei 80 %. Diese familiäre Häufung gehört zu den ausgeprägtesten unter den häufigen Hauterkrankungen.

Unterschiedliche auslösende Faktoren

Schübe werden durch trockene Luft, Reibung, Schwitzen, bestimmte Textilien und kalkhaltiges Wasser begünstigt. Die französischen Empfehlungen von 2025 erwähnen außerdem die Rolle von Ernährungsfaktoren bei Verschlimmerungen, ohne sie deshalb als allgemeine Ursache der Erkrankung einzustufen.

Was die französischen Empfehlungen von 2025 sagen

Sie wurden am 11. März 2025 von der Groupe de Recherche sur l'Eczéma Atopique und dem Centre de Preuves en Dermatologie veröffentlicht. Beide Einrichtungen sind der Société Française de Dermatologie angeschlossen. Ihre Empfehlungen gliedern die Behandlung in mehrere Bereiche, von denen zwei für Eltern besonders erwähnenswert sind.

Der erste ist der Stellenwert der Schulung und der psychologischen Betreuung, einschließlich des Umgangs mit Kortisonangst, also der Sorge vor örtlich angewendeten kortisonhaltigen Präparaten. Diese Sorge führt häufig dazu, dass Behandlungen zu früh abgebrochen werden und Schübe dadurch länger andauern.

Der zweite ist die ausdrückliche Anerkennung der Auswirkungen auf den Familienalltag. Schlaf, Mahlzeiten und die Stimmung des Kindes und der Eltern werden während der Schübe beeinträchtigt. Diese Auswirkungen sollten daher bei der ärztlichen Beratung mitberücksichtigt werden.

Baden: Was sich in der Einschätzung geändert hat

Baden gilt nicht mehr grundsätzlich als verschlimmernder Faktor. Entscheidend ist die Art des Badens: lauwarmes statt heißes Wasser, eine kurze Dauer, Trocknen durch vorsichtiges Tupfen ohne Reiben und das Auftragen eines rückfettenden Pflegeprodukts auf die noch geschmeidige Haut. Auch die Wahl des Reinigungsprodukts ist wichtig – ein Thema, das wir in unserem Ratgeber zur Auswahl einer geeigneten Seife für Babys ausführlich behandeln.

Ein kurzes und angenehmes Bad setzt eine Ausstattung voraus, bei der Sie nicht improvisieren müssen. Eine Badewanne mit Gestell in Arbeitshöhe ermöglicht es, die Temperatur zu kontrollieren und das Kind schnell herauszunehmen, ohne sich bücken zu müssen. Unser Vergleich von Babybadewannen und unser Ratgeber zum Einrichten des Badezimmers gehen ebenfalls auf diese praktischen Aspekte ein.

Darüber hinaus spielt das Baden weiterhin eine Rolle bei der sensorischen Entdeckung, die wir in unserem Artikel über Baden und sensorische Entwicklung behandeln.

Das tägliche Umfeld der Haut

Drei Bereiche werden in den Empfehlungen von Fachleuten regelmäßig genannt und betreffen eher die Organisation im Haushalt als die Pflege selbst.

  • Wäsche. Sorgfältig spülen, keinen Weichspüler verwenden und weiche Materialien wählen. Unser Artikel darüber, wie man Babykleidung wäscht, erläutert die geeigneten Temperaturen und Produkte.
  • Luft. Eine zu stark beheizte und zu trockene Raumluft verstärkt die Hauttrockenheit. Im Schlafzimmer sollte die Temperatur etwa 19 °C betragen und täglich gelüftet werden.
  • Auf die Haut aufgetragene Produkte. Je weniger unterschiedliche Substanzen mit der Haut in Kontakt kommen, desto leichter lässt sich ein Auslöser erkennen. Dies ist auch ein Schwerpunkt unseres Artikels über die chemische Sicherheit von Babyprodukten und des Beitrags über endokrine Disruptoren.

Wann sollte man einen Arzt aufsuchen?

Bei jedem Verdacht auf ein Ekzem bei einem Säugling sollte ärztlicher Rat eingeholt werden, schon um die Diagnose zu bestätigen. In bestimmten Situationen sollte man nicht abwarten:

  • Die Hautveränderungen nässen, bilden gelbliche Krusten oder breiten sich rasch aus.
  • Während eines Schubs tritt Fieber auf.
  • Der Schlaf ist durch den Juckreiz dauerhaft beeinträchtigt.
  • Trotz einer vorschriftsgemäß angewendeten Behandlung tritt keine Besserung ein.

Dieser Artikel stellt öffentlich verfügbare Daten zu Informationszwecken vor. Er ersetzt weder eine Diagnose noch eine ärztliche Verordnung. Nur der Arzt, der Ihr Kind betreut, kann seine Situation beurteilen.

Quellen

  • Assurance Maladie (ameli.fr), „Ekzem oder atopische Dermatitis: Ursachen, Symptome und Verlauf“, aktualisiert am 10. Juni 2026.
  • Inserm, Dossier „Atopische Dermatitis (atopisches Ekzem)“, aktualisiert am 1. März 2016 – Prävalenzdaten aus den ISAAC-Studien, genetische Daten und die Rolle von Filaggrin.
  • Groupe de Recherche sur l'Eczéma Atopique (GREAT) und Centre de Preuves en Dermatologie, Société Française de Dermatologie, „Französische Empfehlungen zur Behandlung der atopischen Dermatitis“, Mitteilung vom 11. März 2025.
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