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Baby zeigt mit dem Finger: Ab welchem Alter und was das bedeutet

Bébé pointe du doigt vers un oiseau, illustration vectorielle plate — Treelys®

Die meisten Babys zeigen zwischen 9 und 14 Monaten mit dem Finger, im Median etwa mit 12 Monaten. Wenn ein Baby mit dem Finger zeigt, bittet es nicht nur um einen Gegenstand: Es teilt seine Aufmerksamkeit mit Ihnen. Diese Geste geht den ersten Wörtern voraus und kündigt den Beginn der absichtsvollen Kommunikation an.

Das Zeigen – eine Geste, die den Wörtern vorausgeht

Bevor ein Kind spricht, kommuniziert es mit seinem Körper. Es schaut, streckt die Arme aus und dreht den Kopf zu einem Geräusch. Das Zeigen ist der Höhepunkt dieser Entwicklung. Es ist die erste Geste, die klar sagt: Dieser Gegenstand dort interessiert mich.

Entscheidend ist nicht der ausgestreckte Finger an sich, sondern das, was ihn begleitet. Das Kind zeigt, schaut dann den Erwachsenen an und richtet den Blick anschließend wieder auf den Gegenstand. Dieses Hin und Her des Blicks wird als gemeinsame Aufmerksamkeit bezeichnet. Zwei Menschen richten ihre Aufmerksamkeit auf denselben Gegenstand – und wissen das auch.

Diese Fähigkeit bereitet den Wortschatz unmittelbar vor. Wenn ein Kind auf eine Lampe zeigt und Ihre Reaktion abwartet, entsteht die perfekte Gelegenheit, das Wort „Lampe“ zu hören. Die Verbindung zwischen Gesten und Sprache wird in unserem Artikel über die Sprachentwicklung von 0 bis 3 Jahren erläutert.

In welchem Alter zeigen Babys mit dem Finger?

Meistens zwischen 9 und 14 Monaten. Manche Kinder zeigen bereits mit 8 Monaten, andere erst nach 15 Monaten, ohne dass dies problematisch sein muss. Die Altersspanne ist groß, weil diese Geste sowohl von der Feinmotorik als auch vom Wunsch zu kommunizieren abhängt.

Die Reihenfolge des Auftretens ist dagegen recht konstant. Zuerst streckt das Kind den Arm zu einem begehrten Gegenstand aus, häufig mit etwa 8 oder 9 Monaten. Danach löst sich der Finger aus der Faust. Schließlich kommt das Zeigen auf einen Gegenstand in einiger Entfernung, der außerhalb der Reichweite liegt.

Zwei verschiedene Formen des Zeigens, zwei Absichten

Forschende unterscheiden zwei Formen, die nicht genau zur gleichen Zeit auftreten.

Imperatives Zeigen: „Gib mir das“

Das Kind zeigt, um etwas zu bekommen: die Flasche auf dem Tisch oder das Spielzeug im Regal. Es handelt sich um eine Bitte. Diese Form tritt normalerweise zuerst auf, etwa zwischen 9 und 11 Monaten.

Deklaratives Zeigen: „Schau dir das an“

Das Kind zeigt, ohne etwas bekommen zu wollen. Es zeigt einen Hund auf der Straße oder ein Flugzeug am Himmel. Es möchte etwas teilen, nicht etwas erhalten. Diese Form tritt etwas später auf, häufig um den 12. Monat, und ist für die soziale Entwicklung besonders bedeutsam.

Beide Formen sind normal und bestehen nebeneinander. Ein Kind, das zunächst nur zeigt, um etwas zu bekommen, zeigt fast immer später auch, um etwas mit anderen zu teilen.

Was das Zeigen vor dem 9. Monat vorbereitet

Mehrere Bausteine entwickeln sich bereits vor der Geste selbst.

  • Blickfolge: Zwischen etwa 6 und 9 Monaten folgt das Baby der Richtung Ihres Blicks und später der Ihres Fingers.
  • Objektpermanenz: Zu verstehen, dass etwas auch dann existiert, wenn es verborgen ist, macht es interessant, darauf zu zeigen. Wir haben dies in unserem Artikel über die Objektpermanenz ausführlich erklärt.
  • Nachahmung: Das Kind ahmt Gesten nach, die es beobachtet, einschließlich des ausgestreckten Fingers. Dieser Mechanismus wird in unserem Artikel über die Nachahmung bei Babys beschrieben.
  • Fingerdifferenzierung: Der Pinzettengriff mit Daumen und Zeigefinger wird zwischen etwa 9 und 12 Monaten sicherer, und der Zeigefinger kann allein eingesetzt werden.

Diese Fähigkeiten werden ohne spezielle Übungen entwickelt. Sie entstehen in alltäglichen Interaktionen und beim Spielen auf dem Boden.

Wie Sie reagieren können, wenn Ihr Baby mit dem Finger zeigt

Die Reaktion des Erwachsenen ist wichtiger als die Geste selbst. Drei einfache Reaktionen reichen aus.

Folgen Sie zuerst dem Finger. Schauen Sie wirklich auf das, worauf Ihr Kind zeigt, selbst wenn es nur ein Fleck an der Wand ist. Das Kind überprüft, ob Sie seinem Hinweis gefolgt sind.

Benennen Sie anschließend, was Sie sehen. Ein präzises Wort ist besser als ein langer Satz. „Ein Vogel.“ Danach können Sie gegebenenfalls noch einen kurzen ergänzenden Satz sagen.

Lassen Sie schließlich einen Moment Stille zu. Viele Erwachsene reagieren zu schnell. Diese Pause gibt dem Kind Raum, selbst Laute von sich zu geben – und genau dann entstehen oft die ersten absichtsvollen Silben.

Ein häufiger Fehler besteht darin, dem Wunsch des Kindes ständig zuvorzukommen. Wenn alles schon geschieht, bevor es überhaupt zeigen muss, hat das Kind keinen Grund mehr, mit dem Finger zu zeigen.

Was, wenn es noch nicht mit dem Finger zeigt?

Vor dem 12. Monat ist das Ausbleiben des Zeigens allein kein Grund zur Sorge. Wichtig ist das Gesamtbild: Sucht das Kind Ihren Blick, reagiert es auf seinen Namen, streckt es die Arme aus und brabbelt es mit Konsonanten?

Die französische Haute Autorité de santé zählt das Ausbleiben des Zeigens auf entfernte Gegenstände oder anderer sozialer Gesten mit 12 Monaten jedoch zu den Warnzeichen einer atypischen Entwicklung. Dieser Hinweis ist keine Diagnose. Er ist eine Einladung, ohne abzuwarten mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt darüber zu sprechen.

Eine ärztliche Einschätzung ist ebenfalls sinnvoll, wenn ein Kind, das zuvor gezeigt hat, damit aufhört oder der Blickkontakt seltener wird. Die frühzeitige Erkennung von Entwicklungsstörungen ist ein Thema, das wir in unseren aktuellen Beiträgen gesondert behandelt haben.

Die Rolle des freien Spielens auf dem Boden und des gemeinsamen Spiels

Ein Kind zeigt vor allem dann, wenn es etwas zu zeigen und jemanden hat, dem es dies zeigen kann. Zwei konkrete Bedingungen fördern diese Geste daher besonders.

Die erste betrifft die Position. Ein Kind, das frei und stabil auf dem Boden sitzt, hat beide Hände verfügbar. In einer Babywippe oder einem Sitz wird eine Hand häufig zum Abstützen benötigt. Der Boden bleibt der beste Beobachtungsplatz, sofern er sicher und bequem ist. Genau dafür sorgt eine faltbare und wendbare Spieldecke: Sie bietet eine stabile, saubere und dämpfende Fläche für lange Erkundungsphasen.

Die zweite Bedingung ist die Anwesenheit eines verfügbaren Erwachsenen, der auf Augenhöhe sitzt. Ein Zeigen ohne Empfänger verliert sich. Auch die Materialien und die Sicherheit dieser Spielfläche sind wichtig: Wir haben sie in unserem Ratgeber zu Schaumstoffmatten ausführlich beschrieben, ebenso wie zu vermeidende Verwendungen in unserem Artikel über häufige Fehler bei der Verwendung einer Spieldecke.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Babys zeigen zwischen 9 und 14 Monaten mit dem Finger, im Median etwa mit 12 Monaten.
  • Imperatives Zeigen bittet um etwas, deklaratives Zeigen teilt etwas mit.
  • Das Hin und Her des Blicks zwischen Gegenstand und Erwachsenem ist das entscheidende Zeichen.
  • Folgen, benennen, dann schweigen: Drei Reaktionen, die die Sprachentwicklung fördern.
  • Wenn ein Kind mit 12 Monaten noch nicht zeigt, sollte man dies ohne Dramatisierung mit der Ärztin oder dem Arzt besprechen.

Unser Ansatz zur Entwicklung und zu den sie begleitenden Produkten wird auf der Seite Über Treelys erklärt.

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