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PFAS

PFAS und Babykleidung: Was das Gesetz 2026 verbietet

Collage éditorial en papier découpé évoquant PFAS et vêtements bébé, gouttes d'eau perlées sur un tissu — Treelys®

PFAS in Babykleidung sind in Frankreich seit dem 1. Januar 2026 verboten. Das Gesetz vom 27. Februar 2025 betrifft Kleidung, Schuhe und zugehörige Imprägniermittel; die Grenzwerte wurden durch eine Ende Dezember 2025 erlassene Verordnung festgelegt. Ab dem 1. Januar 2030 wird das Verbot auf sämtliche Textilien ausgeweitet.

Konkret müssen Eltern sich nicht mehr fragen, ob die wasserabweisende Beschichtung eines Regenanzugs ewige Chemikalien enthält: Ihr Vorhandensein ist nun oberhalb sehr niedriger Grenzwerte illegal. Hier erfahren Sie, was der Gesetzestext genau besagt und was weiterhin nicht darunterfällt.

Was sind PFAS?

PFAS, also per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen, bilden eine Familie von mehr als viertausend chemischen Verbindungen. Sie werden seit den 1950er-Jahren wegen ihrer antihaftenden, wasserabweisenden und hitzebeständigen Eigenschaften eingesetzt.

Ihre Kohlenstoff-Fluor-Bindung gehört zu den stabilsten der organischen Chemie. Sie wird in der Umwelt praktisch nicht abgebaut, weshalb sie auch als ewige Chemikalien bezeichnet werden. Diese Stoffe reichern sich in Böden, Wasser und lebenden Organismen an.

Nach Angaben der Anses erfolgt die Belastung der Allgemeinbevölkerung hauptsächlich über die Ernährung, insbesondere über Meeresfrüchte, Eier und Fleisch, sowie über Trinkwasser, Innenraumluft und Hausstaub.

Was über ihre Auswirkungen bekannt ist

Die verfügbaren wissenschaftlichen Daten bringen bestimmte PFAS mit einem erhöhten Cholesterinspiegel sowie Leber- und Nierenschäden in Verbindung. Ebenfalls dokumentiert sind Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit und die Entwicklung des Fötus sowie Störungen der Schilddrüsen- und Immunfunktion.

Im Dezember 2023 stufte die Internationale Agentur für Krebsforschung PFOA als krebserregend für den Menschen, Gruppe 1, ein. PFOS wurde als möglicherweise krebserregend, Gruppe 2B, eingestuft.

Es ist wichtig, genau zu bleiben, was das bedeutet. Diese Einstufungen beziehen sich auf bestimmte Stoffe und bestimmte Expositionsmengen. Daraus lässt sich nicht schließen, dass ein wasserabweisendes Kleidungsstück ein Kind einem messbaren Krebsrisiko aussetzt.

PFAS und Babykleidung: Was das Gesetz genau verbietet

Der maßgebliche Text ist das Gesetz Nr. 2025-188 vom 27. Februar 2025 zum Schutz der Bevölkerung vor den mit PFAS verbundenen Risiken.

Seit dem 1. Januar 2026 ist es verboten, drei Kategorien PFAS-haltiger Produkte herzustellen, zu importieren, zu exportieren und in Verkehr zu bringen: Kosmetika, Skiwachse sowie Kleidung, Schuhe und für sie bestimmte Imprägniermittel.

Ab dem 1. Januar 2030 wird das Verbot auf sämtliche Textilien, einschließlich Heimtextilien, ausgeweitet. Technische Textilien für industrielle Zwecke werden in einer durch Verordnung festgelegten Liste geregelt.

Die festgelegten Grenzwerte

Ende Dezember 2025 wurden zwei Durchführungsverordnungen veröffentlicht. Die Verordnung Nr. 2025-1376 vom 28. Dezember 2025 legt die Produktverbote und ihre Ausnahmen fest.

Die festgelegten Grenzwerte sind niedrig. Eine einzelne PFAS darf 25 Mikrogramm pro Kilogramm nicht überschreiten. Die Summe der gemessenen PFAS darf 250 Mikrogramm pro Kilogramm nicht überschreiten. Unter Einbeziehung fluorierter Polymere liegt der Grenzwert bei 50 Milligramm pro Kilogramm.

Eine zweite Verordnung, Nr. 2025-1287 vom 22. Dezember 2025, betrifft Wasser für den menschlichen Gebrauch. Sie legt eine Liste von 22 PFAS fest, nach denen bei Gesundheitskontrollen gesucht werden muss.

Die Ausnahmen

Persönliche Schutzausrüstungen im Sinne der europäischen Verordnung 2016/425 bleiben zulässig. Dies betrifft insbesondere Schutzkleidung für Feuerwehrleute und Militärangehörige sowie wasserabweisende Behandlungen für deren Pflege.

Eine weitere Ausnahmeregelung gilt für Textilien und Schuhe, die einen erheblichen Anteil an recyceltem Material aus Verbraucherabfällen enthalten. Produkte, die vor dem 1. Januar 2026 hergestellt wurden, dürfen außerdem während einer Übergangsfrist abverkauft werden.

Was ändert sich dadurch konkret für Eltern?

Für Neukäufe in Frankreich ist die Frage weitgehend geklärt. Ein Regenanzug, eine Parka, ein Paar Stiefel oder ein legal verkauftes Imprägnierspray dürfen PFAS nicht mehr oberhalb der Grenzwerte enthalten.

Dennoch bleiben drei Grauzonen.

Die erste betrifft Onlinekäufe bei Verkäufern mit Sitz außerhalb der Europäischen Union. Die Kontrolle ist dort schwieriger, und direkte Einfuhren entgehen häufig den routinemäßigen Zollkontrollen.

Die zweite betrifft Secondhandkäufe und Spenden. Ein Kleidungsstück, das vor 2026 gekauft oder weitergegeben wurde, fällt nicht unter das Verbot. Das ist kein Grund, darauf zu verzichten, aber eine Tatsache, die man kennen sollte.

Die dritte betrifft den Geltungsbereich. Das Verbot umfasst noch keine Heimtextilien, textilen Bodenbeläge oder Lebensmittelverpackungen. Es richtet sich gegen Kleidung, nicht gegen den gesamten Haushalt.

Wie erkennt man eine wasserabweisende Behandlung?

Auf folgende Werbeangaben sollte man achten: wasserabweisend, dauerhaft wasserdicht, fleckenabweisende Behandlung. Bei einem konformen Neuprodukt bedeuten sie nicht mehr automatisch, dass PFAS enthalten sind, aber sie sind weiterhin der richtige Ansatzpunkt für die Prüfung.

Alternativen gibt es bereits seit mehreren Jahren. Behandlungen auf Wachs-, Silikon- oder Polyurethanbasis bieten für den täglichen Gebrauch durch Kinder eine vergleichbare Wasserbeständigkeit.

Ganz allgemein bleibt es am hilfreichsten, Angaben zur Zusammensetzung lesen zu können. Wir haben dies in unserem Ratgeber über das Lesen eines technischen Datenblatts für Babyprodukte ausführlich erklärt.

Wie ist dieses Verbot im Verhältnis zu anderen Vorschriften einzuordnen?

Es ergänzt ein bereits umfangreiches Regelwerk. Die REACH-Verordnung regelt chemische Stoffe auf europäischer Ebene. Die Norm EN 71-3 begrenzt die Migration bestimmter Elemente aus Spielzeug. Das OEKO-TEX-Label bestätigt die Abwesenheit schädlicher Stoffe in Textilien.

Wir haben diese Regelungslandschaft in unserem Artikel über Zertifizierungen für Babyprodukte beschrieben.

Andere Stoffe unterliegen speziellen Beschränkungen und betreffen unmittelbar die Ausstattung für Babys und Kleinkinder. Dazu gehören Formamid, Bisphenol A und Phthalate, die wir in unserem Artikel über die chemische Sicherheit von Babyprodukten behandeln.

Bei einer Spielmatte stellt sich die Frage nicht in denselben Begriffen wie bei einem Textil. XPE-Schaumstoffe mit vernetzter Struktur benötigen keine fluorierten Behandlungen, damit sie abwaschbar sind. Die tatsächlich entscheidenden Kriterien werden in unserem Ratgeber über Schaumstoffmatten für Babys sowie im Datenblatt unserer XPE-Spielmatte ausführlich erläutert.

Wie bleibt man informiert?

Produktrückrufe werden auf der offiziellen Website RappelConso veröffentlicht. Die Stellungnahmen der Anses sind frei zugänglich. Wir haben die wichtigsten Verhaltensweisen in unserem Artikel über Rückrufe von Babyprodukten zusammengestellt.

Quellen

Gesetz Nr. 2025-188 vom 27. Februar 2025 zum Schutz der Bevölkerung vor den Risiken durch per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen, Légifrance. Verordnung Nr. 2025-1376 vom 28. Dezember 2025. Verordnung Nr. 2025-1287 vom 22. Dezember 2025. Französisches Wirtschaftsministerium, „Alles Wissenswerte über das schrittweise PFAS-Verbot“. Anses, Dossier „PFAS: sehr persistente chemische Stoffe“. Internationale Agentur für Krebsforschung, Einstufung von PFOA und PFOS, Dezember 2023.

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