Die Baderubrik quillt über vor Zubehör. Das Badethermometer gehört dazu. Lohnt es sich, und welches sollte man wählen? Hier ist eine Antwort aus der Praxis.
Die richtige Temperatur und warum sie wichtig ist
Als allgemein anerkannter Richtwert für das Bad eines Säuglings gelten etwa 37 °C. Häufig wird eine Spanne von 36 bis 37 °C genannt.
Diese Genauigkeit ist keine Nebensache. Die Haut eines Säuglings ist dünn und seine Körperoberfläche im Verhältnis zur Körpergröße groß. Er kühlt schneller aus und verbrennt sich schneller als ein Erwachsener.
Das tatsächliche Risiko: Verbrennungen
Verbrühungen bei Kleinkindern zu Hause stehen häufig mit heißem Leitungswasser in Verbindung. Wasser mit 60 °C verursacht innerhalb weniger Sekunden Verbrennungen.
Die wirksamste Maßnahme ist übrigens nicht das Thermometer, sondern die Einstellung des Warmwasserbereiters oder die Installation eines thermostatischen Mischventils.
Reicht der Ellenbogen aus?
Die Prüfung mit Ellenbogen oder Handgelenk liefert einen ungefähren Anhaltspunkt. Sie zeigt, ob das Wasser zu heiß oder zu kalt ist.
Sie unterscheidet jedoch nicht zwischen 37 °C und 39 °C. Dieser Unterschied ist mit der Hand kaum wahrnehmbar und für ein Neugeborenes bereits unangenehm.
Der eigentliche Nutzen des Thermometers
Es ist vor allem in zwei Situationen hilfreich. Erstens in den ersten Wochen, wenn noch Erfahrungswerte fehlen. Zweitens, wenn mehrere Erwachsene das Baby baden und unterschiedlich temperaturempfindlich sind.
Nach einigen Monaten verzichten viele Eltern darauf. Es ist ein Hilfsmittel zum Einpendeln der richtigen Temperatur, kein dauerhaft benötigtes Zubehör.
Die verschiedenen Thermometertypen
Das klassische Schwimmthermometer
Einfach, batterielos und oft besonders langlebig. Achten Sie darauf, dass es keine abnehmbaren Teile enthält, die verschluckt werden könnten.
Das digitale Thermometer
Schnellere und besser lesbare Anzeige. Es benötigt eine Batterie, deren Fach verschraubt und wasserdicht sein muss. Ein Batteriefach, das sich öffnen lässt, ist ein absolutes Ausschlusskriterium.
Das in die Badewanne integrierte Thermometer
Das ist die schlichteste Option: Nichts muss verstaut werden und nichts geht verloren. Unsere faltbare Badewanne mit Standfuß verfügt über ein integriertes Thermometer, sodass kein zusätzliches Schwimmobjekt nötig ist.
Was Sie vermeiden sollten
- Spielzeugthermometer mit vielen Ecken und Vertiefungen, die nur schwer trocknen.
- Modelle, die ihre Farbe ändern, ohne einen Zahlenwert anzuzeigen.
- Vernetztes Zubehör, das für eine banale Information eine zusätzliche App erfordert.
Ein Gegenstand, der feucht bleibt, kann im Inneren Schimmel entwickeln. Das ist der größte Nachteil hohler Badespielzeuge.
Was wichtiger ist als das Thermometer
Die Beaufsichtigung bleibt der einzige nicht ersetzbare Schutz. Wir gehen in unserem Artikel über die offiziellen Zahlen zu Ertrinkungsunfällen ausführlicher darauf ein.
Auch die Höhe der Badewanne spielt eine Rolle. Ein Erwachsener, der keine Rückenschmerzen hat, kann besser und länger beaufsichtigen. Unser Vergleich von Babybadewannen stellt diese Ausführungen ausführlich vor, und unser Installationsleitfaden behandelt den Aufbau.
Schließlich ist die Dauer des Bades wichtiger als ein Zehntelgrad. Bei einem Säugling reichen fünf bis zehn Minuten aus.
Das Wichtigste in Kürze
- Etwa 37 °C gelten weiterhin als Richtwert für das Bad eines Säuglings.
- Ein Thermometer ist am Anfang und bei wechselnden Betreuungspersonen hilfreich.
- Ein integriertes Thermometer erspart ein weiteres Zubehörteil, das getrocknet werden muss.
- Die Einstellung des Warmwasserbereiters schützt besser als ein Thermometer.
Wenn Sie mehr über das Baderitual erfahren möchten, lesen Sie unseren Artikel über das Baden von Babys. Unsere FAQ behandelt die Pflege.